07.02.2005 Mendoza - Salta ... Route wieder geändert
Nachdem sich die Lage in Bolivien etwas zu beruhigen scheint, haben wir beschlossen, dass es für den weiteren Verlauf der Reise einfacher ist, wenn wir zum ursprünglichen Plan zurückkehren. Aber eines nach dem andern.
Der Flug nach Mendoza verlief erwartet ereignislos. Wir landeten etwa 2 Stunden nach Abflug auf dem kleinen Flughafen und fuhren mit dem Bus in die Stadt. Hier begann die wieder die Suche nach einem Hotel, die im Hotel Center nahe dem Busbahnhof mit einem 3er Zimmer endete.
Am nächsten Morgen fuhren wir beladen mit viel Essen und Wasser in die Anden. Der 6 Uhr Bus von Expresso Uspallata brachte uns in einer 4 Stündigen fahrt auf eine Höhe von etwa 2800 Meter über Meeresspiegel. Wir inhalierten die dünne Luft und besichtigten eine alte Badehausruine mit verfallenem Luxushotel. Dann liefen wir die 4km zum Eingang in den dortigen Nationalpark. In diesem findet man nämlich den höchsten Berg außerhalb des Himalayas, 6963 Meter, glaube ich. Die 4km wurden zu 6km und waren anstrengender als gedacht ... muss wohl doch etwas wenig Luft da sein. Jedenfalls nahmen wir erstmal ein Picknick ein und Manja und ich liefen noch den 1,5km langen Rundweg mit netten Aussichten und Erklärungstafeln ab. Dann war es schon wieder Zeit, zur Straße zu laufen (2km) und dort den (richtigen) Bus anzuhalten der uns dann auch wieder ins Tal brachte.
Am Samstag besichtigten wir noch Mendoza, kosteten etwas vom lokalen Wein. Sonntag um 20 Uhr brachen wir dann mit dem Bus Richtung Salta auf ... 18 Stunden fahrt. Wir hatten diesmal aber den etwas teureren Bus gekauft (es war auch nur noch in dem was frei) mit nur 3 Sitzen pro Reihe und gut Beinfreiheit. Natürlich Doppelstock, erste Reihe :), und so hatten wir auch des Nachts einen guten Blick auf die Straße, die schnurrgerade durch die Steppe führt. Am Horizont flackerten die Blitze eines entfernten Gewitters und nach etwa einer Stunde hatten wir uns auch an die Überholmanöver gewöhnt. Irgendwann, es war glaube ich nach dem Abendessen, da kam uns mal wieder ein Auto auf unserer Spur entgegen. Dieses wich aber auch auf die Lichthupe des Busses hin nicht aus, sondern antwortete mit selbiger, so dass wir unsere Fahrt verlangsamten. Es zeigte sich, dass die Straße von einem Fluss gequert wurde (man denke an das Gewitter) und man nur auf der einen Seite der Straße sich durchtasten konnte (auf der anderen lag zu viel Grünzeug). Wir mussten unweigerlich daran denken, dass ja mehr Menschen in der Wüste ertrinken als verdursten, aber wir kamen heil am anderen Ufer an und bald war die Umgebung so trocken wie zuvor.
Um 13 Uhr kamen wir dann in Salta an und fanden Unterschlupf im Hotel Italia.
Am Mittwoch soll es dann um 22 Uhr weitere 8 Stunden bis an die Grenze von Bolivien gehen. Von hier an den Rand der Salzwüste, die wir gerne mit dem Jeep queren möchten. Achja, die Grenze liegt übrigens auf etwa 3400 Meter ... wir sind gespannt wie es uns gehen wird.



