Tour durch Süd-Amerika

15.02.2005 5. Tag unserer Tour

Am Morgen des 5. Tages standen wir wieder gegen 8 Uhr auf. Die Hosen waren fast trocken aber durchzogen von einer festen Salzkruste, die Schuhe salzig und nass. Zum Glück hatte Ulli wenigstens seinen Rucksack gerettet, so dass wir trockene Socken hatten. Es gab ein einfaches Frühstück dann kam der Fahrer mit einem anderen Auto vorgefahren. Die Sonne schien aus einem klaren, wolkenlosen Himmel, als Ulli und ich mit dem Australier und dem Fahrer wieder Richtung Salzwueste aufbrachen. Das Wasser lag friedlich und klar da und in der Ferne konnten wir unser Auto sehen. Nach nur einer viertel Stunde Fahrt erreicht wir es. Im Tageslicht war deutlich die Stelle zu erkennen, wo der Untergrund nachgegeben hatte. Wir stiegen aus und liefen durch das Wasser die letzten Metter zum Auto. Um es herum waren überall kleine Löcher, aus denen Wasser und Gas ströhmte. Das Auto hing in einem etwa 3x3 Meter grossen Loch, dass vielleicht einen Meter tief war. Im Licht sah alles sehr friedlich und harmlos aus. Wir luden das Gepäck vom Dach und trugen es zum neuen Auto. Der Fahrer musst einsehen, dass er es so nicht befreit bekommt. Wir fuhren wieder zum Hotel, luden den Rest ein und erreichten so endlich mit einem Tag Verspätung Uyuni.

Ab hier gibt es wieder wenig Aufregendes zu berichten. Wir, beziehungsweise die Argentienerin, rief unser Reiseunternehmen an. Dieses hielt uns schon für tot, aber das scheint nicht weiter beunruhigend zu sein. Wir informierten daraufhin die deutsche Botschaft und unsere Eltern, dass dem nicht so sei. Aber (zum Glück) hatte die Agentur nicht mal diese über unser Verschwinden informiert. Wir nahmen ein Hotelzimmer mit warmer Dusche, wuschen das Salz aus den Klamotten und schrieben einen ausführliche Beschwerde an das Tourismus-Ministerium und eine Journalistin zeigte sich auch sehr interessiert.

Und bei einer leckeren Pizza beendeten wir den letzten Tag, glücklich angekommen zu sein. Insgesamt haben wir Ullis Digitalkammera eingebüsst (hat irgendwie bei der Rettung Wasser abbekommen) und meine zweite lange Hose (die war noch auf dem Lastwagen, ist aber in der Menschenmassen verschütt gegangen). Insgesamt also recht wenig ...

Das Ende ...